Fernwärme in Betrieb

Bürgermeister Dr. Karlheinz Stephan (Mitte) nimmt zusammen mit Stadtwerkechef Thomas Schneider (r.) und Projektleiter Wolfgang Braun beim ersten Gebäude, der ehemaligen „Luna“, die Fernwärmeversorgung in der Innenstadt Schrobenhausens in Betrieb.

4. Bauabschnitt am Lenbachplatz

Seit 2017 bauen wir unser Fernwärmenetz in der Innenstadt, eng abgestimmt mit der dort laufenden Umgestaltung.

Nach den ersten drei Bauabschnitten in den Vorjahren geht die Errichtung des Fernwärmenetzes in die nächste Runde. Entsprechend den Fortschritten der Innenstadtumgestaltung ist in 2020 der 4. Bauabschnitt geplant, der hauptsächlich den Lenbachplatz umfasst. Zudem werden Erweiterungen des Netzes in einigen Seitengassen umgesetzt.

Im April starten planmäßig die Abschlussarbeiten am Perger Platz, im Anschluss werden einige Erweiterungen gebaut. Im Juni ist der Beginn der Arbeiten am Lenbachplatz und in ein paar sich anschließenden Gassen vorgesehen.

Ende 2019 wurde entsprechend unserem Zeitplan die Wärmeversorgung der ersten Kunden aufgenommen. Bis zur Verfügbarkeit der Regelwärmeversorgung für das Gesamtnetz wird ein Teil der angeschlossenen Kunden bereits jetzt aus einer temporären Heizstation versorgt (Vorabversorgung).

Die große Mehrzahl der an der Lenbachstraße und am Lenbachplatz gelegenen Gebäude ist damit bis Ende dieses Jahres für den Anschluss an das Wärmenetz vorbereitet, die Hausanschlüsse werden zur Aufnahme der Versorgung mit geringem Aufwand ab Bereitstellung der Wärme fertiggestellt.

Das derzeit in Renovierung befindliche Rathaus erhält ebenfalls einen Fernwärmeanschluss. Es wird damit wie eine ganze Reihe anderer Gebäude unterschiedlicher Größe und Nutzung in der Innenstadt Schrobenhausens, von einer sauberen, sicheren und zukunftsfähigen Wärmebereitstellung profitieren.

Für das Jahr 2021 ist der Bau der Anschlussleitung zur neuen Wärmeeinspeisung geplant. Vor dem Hintergrund der Klimaschutzziele der Stadt Schrobenhausen werden darüber hinaus bedarfsorientiert und anhand wirtschaftlicher Kriterien fortlaufend Erweiterungen des Netzes geprüft.

Vorabversorgung

Fernwärmeversorgung geht in den (Vorab-)Betrieb

Die Regelversorgung des Wärmenetzes in der Innenstadt soll ab 2022 mit industrieller Abwärme und KWK-Wärme aus dem derzeit in Planung befindlichen Leipa-Gaskraftwerk und den ergänzenden Stadtwerke-Anlagen vom Firmengelände der Fa. Leinfelder aus erfolgen. Ursprünglich war geplant, das Fernwärmenetz in der 1. Phase über das dort noch in Betrieb befindliche Kohlekraftwerk zu versorgen. Da das geplante Gaskraftwerk an einem neuen Standort auf dem Leipa-Gelände errichtet werden soll, wird die Anschlussleitung für das Fernwärmenetz somit künftig über die Rot-Kreuz-Straße und nicht wie ursprünglich vorgesehen, Paarstraße verlegt.

Die Versorgung von Teilen des Fernwärmenetzes beginnt somit wie geplant ab dem 4. Quartal 2019, jedoch übergangsweise mit einer „mobilen Heizstation“ der Stadtwerke (1 Megawatt Leistung). Die zwei Gaskessel befinden sich in einem Container, der am Place de Thiers aufgestellt wird. Alle hierfür notwendigen Genehmigungen des Landratsamtes liegen vor, die Anschlussleitungen für Fernwärme, Gas und Strom stehen bereit. Mit der Inbetriebnahme werden dann bereits die ersten Gebäude in der Innenstadt (Sanierungsprojekte, schadhafte oder austauschpflichtige Kessel) versorgt. Zudem wird der Anschluss weiterer Gebäude bei Bedarf (z. B. Kesseldefekt) möglich. Die mobile Heizstation wird nach Ende der auf 3 Jahre geplanten Vorabversorgung für weitere Fernwärmeeinsätze (auch Notversorgung) genutzt.

Mit dem Fernwärmenetz geht nach dem Wasser- und Kanalnetz, sowie dem 2018 anteilig gekauften Gasnetz Schrobenhausens, somit das 4. Netz der Stadtwerke in Betrieb.

Fernwärme 3. Bauabschnitt

 

Fernwärme für Schrobenhausen – 3. Bauabschnitt

Inzwischen ist es Routine. 2019 startet nach der Winterpause der 3. Bauabschnitt der Innenstadtumgestaltung und damit auch der Bau der Fernwärmeleitungen in der nördlichen Lenbachstraße.

Der Bau der Teilabschnitte der Fernwärme und der neuen Pflasterflächen sind genau aufeinander abgestimmt. Begonnen wird mit dem Entfernen des alten Pflasters, es folgen Gräben für die Haupttrasse, Abzweigungen und Hausanschlüsse der Fernwärme. Auch in diesem 3. Bauabschnitt erhält wieder die große Mehrzahl der Gebäude einen Hausanschluss.

Ist der Rohrleitungsbau mit Ablängen der Rohre, Schweißen, Isolieren und Anbringen von Dehnpolstern abgeschlossen, werden die Gräben wieder sorgfältig verfüllt und die Neugestaltung der Oberflächen folgt auf dem Fuß.

Die Teilabschnitte gehen mit geänderter Verkehrsführung einher. Für Fußgänger und Radfahrer ist der Durchgang immer gewährleistet, auch der Zugang zu allen Gebäuden, Praxen und Geschäften wird, ggf. durch Brücken, sichergestellt.

Bauamt, Stadtwerke und die ausführenden Firmen behalten stets im Auge, die Beeinträchtigungen für Anwohner und Besucher sowie Kunden und Gewerbetreibende so klein wie möglich zu halten.

 

 

Bauverlauf

Die Fernwärme-Haupttrasse schließt sich etwa auf Höhe der Metzgergasse an den 2. Bauabschnitt des Vorjahres an. Sie verläuft zunächst auf der Westhälfte der Straße nach Norden.

Auf Höhe der Kaminkehrergasse wechselt die Trasse die Straßenseite, um dann geradeaus die Engstelle an der Ringapotheke passieren zu können. Am Perger Platz wird erwartet, das Fundament des ehemaligen Unteren Tors, eines Teils der alten Stadtbefestigung, aufzufinden.

Ebenfalls in diesem Jahr werden von uns die Netzverlängerungen in den Seitengassen, beispielsweise „Am Oberen Tor“ errichtet. Diese Arbeiten sind zeitlich nicht an die Innenstadtumgestaltung gebunden, jedoch eng mit den dortigen Baumaßnahmen verknüpft.

Ausblick

In 2020 werden der 4. Bauabschnitt auf dem Lenbachplatz, zusätzliche Erweiterungen in verschiedenen Seitengassen sowie die Anschlussleitung zum künftigen Einspeiseort errichtet.

Mit der Fernwärme wird einem immer größeren Kreis von Kunden eine klimafreundliche und für zukünftige Entwicklungen vorbereitete Wärmeversorgung angeboten.

 

 

Fernwärme 2. Bauabschnitt

 

Nach dem 1. BA in 2017 haben im März 2018 die Arbeiten an Innenstadtumgestaltung und Fernwärmenetz wieder begonnen.

Im 2. BA entlang der Zeil (Lenbachstraße etwa zwischen Pfarrgasse und Metzgergasse) werden fast alle Gebäude angeschlossen. 2018 kommen weitere Seitenstraßen und Gassen abhängig von Nachfrage und Wirtschaftlichkeit hinzu.

Pflegschloss und Spargelmuseum kamen 2018 bereits ans Netz, gleichzeitig wächst die Fernwärme-Haupttrasse („Backbone") in der Lenbachstraße nach Norden. Der Abzweig zum Pflegschloss mit weiteren Hausanschlüssen wurde vor Ostern fertiggestellt, die Pflasterarbeiten folgen anschließend.

Mit dieser Erweiterung steigt die Summe des Wärmebedarfs der angeschlossenen Gebäude auf über 1,1 Mio. kWh, mit Fertigstellung des 2. BA werden es ca. 2 Mio. kWh sein.

Die Abbildung zeigt farbig die Teilabschnitte 1 - 3 des 2. BA. Diese sind bereits in Arbeit, d. h. das alte Pflaster wurde entfernt und es werden die Fernwärmeleitungen mit Hausanschlüssen gebaut.

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Gemeinsam mit dem Bauamt der Stadt und den beteiligten Firmen danken Stadtwerke und Projektleitung den Anliegern und Besuchern für ihr Verständnis für die Beeinträchtigungen und sichern eine schnelle Erledigung zu.

 

Fernwärme 1. Bauabschnitt

 

Fernwärme für die Innenstadt Schrobenhausens

In 2017 wurden die Bauarbeiten des 1. Bauabschnitts zwischen Thiersplatz und Pfarrgasse in sieben Teilabschnitten durchgeführt (s. Abbildung, Norden ist links). 2018 folgen die Maßnahmen bis südlich der Bartengasse.

Teilbauabschnitte der südlichen Lenbachstraße

Quelle: Stadt Schrobenhausen - SHL-Architekten (Ausschnitt)

Der Bauablauf ist genau abgestimmt - vom Entfernen des bestehenden Pflasters über den Tiefbau, Rohrleitungsbau für die Fernwärme und weitere Maßnahmen bis hin zur Herstellung des neuen Pflasters.

Für die Fernwärmetrasse und Hausanschlüsse werden Gräben ausgehoben, die gut gedämmten Kunststoff-Mantelrohre für Vor- und Rücklauf eingelegt und verschweißt, abschließend die Schweißnähte entsprechend gedämmt und verkleidet.

Ausgehend von der Haupttrasse werden die Hausanschlussleitungen mittels Kernbohrung durch die Kellerwand in die anzuschließenden Gebäude gelegt. Die Bohrlöcher werden danach mit hochwertigen Dichtelementen wieder solide verschlossen.

Stadt und Stadtwerke als Bauherren möchten in enger Abstimmung mit den ausführenden Baufirmen die Belastungen für Bürger, Gewerbetreibende und Anwohner auf ein Minimum reduzieren.  

Die Aufnahme der Versorgung mit Fernwärme ist dann für Ende 2019 geplant. Ein früherer Termin wird aufgrund verschiedener Rahmenbedingungen und der Bauzeiten aus heutiger Sicht wohl nicht möglich werden.